Informationen über Asbest

Wundermaterial Asbest

besteht aus langen (> 5µm) dünnen (< 3µm) Fasern. Der griechische Name "asbestos"; (unauslöschlich) weist auf die typischen Eigenschaften - unbrennbar, schmilzt erst bei über 1000° C, resistent gegen die meisten Säuren und Laugen, schlechter Wärme - und Schallleiter - des Materials hin.

Asbest ist (fast) überall

Aufgrund dieser hervorragenden Eigenschaften wurde Asbest vielfach zur Isolation eingesetzt: in Kraftwerken oder Schiffen, in öffentlichen Gebäuden und Hochhäusern, an Heizungsanlagen, für Fassaden- und Dachverkleidungen und an Kraftfahrzeugen. Es ist auch in älteren Elektrogeräten (Fön, Toaster, Nachtstromspeicheröfen) zu finden.

Asbestprodukte werden nach ihrer Bindung in den Baustoffen in zwei Gruppen unterteilt. Schwach gebunden, kommen die Fasern z. B. In Leichtbauplatten, Morinolfugenkitt, technischen Anlagen sowie Fußbodenbelägen, Tapeten und Kautasit sowie dem Hoch-, Schiffs- und Schienenfahrzeugbau verwendeten Spritzasbest vor. Relativ fest gebunden ist es in Wellasbest, Planasbest und Asbestzementrohren.

Gefährliches Asbest

Schon zur Jahrhundertwende wurden die Gesundheitsrisiken erkannt. - Die ersten Schutzvorschriften wurden aber erst 1972 erlassen. Die Gefahr geht von den feinsten Mineralfaseren aus, die bei mechanischer Einwirkung leicht freigesetzt und dann eingeatmet werden können. Das elastische Lungengewebe reagiert auf den Reiz der Fasern mit Enzündungen und verhärtet. Dadurch wird die Atmung beeinträchtigt. Die Asbestose (Bergflachlunge) wird als Berufskrankheit (Arbeitsplatz- und Krebsrisiko) anerkannt.

Schutz vor der Gefahr

Jeglicher Kontakt soll ausgeschlossen werden! Für Asbestarbeiter, die heute mit dem Material hauptsächlich bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten in Kontakt kommen, ist vorgeschrieben, alle Schutzausrüstungen zu benutzen und alle Arbeitsvorgänge unter strengen Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen. Dazu gehören Schutzbekleidung, Atemschutz, Absaugvorrichtungen etc. Vorgeschrieben ist auch die fachgerechte Entsorgung der Asbestprodukte sowie der verunreinigten Gegenstände als Sondermüll.

Asbest im Haushalt

Vorsichtig sollten Heimwerker bei der Sanierung in Eigeninitiative sein: Beim unsachgemäßen Öffnen und Entfernen einer alten Nachtspeicherheizung oder beim Herausreißen eines PVC-Bodens gelangen Faseren überhaupt erst in die Raumluft. Alle größeren Maßnahmen sollten daher Spezialfirmen überlassen bleiben, auch wenn der finanzielle Aufwand dadurch größer ist. Deshalb sollte zunächst mit einer Messung der Faserzahl in der Raumluft geklärt werden, wie hoch das tatsächliche risiko einer Asbestbelastung ist.

Guter Rat

zu allen Fragen rund um die Belastung mit Asbest und anderen gefährlichen Schadstoffen sowie deren sach- und fachkundige Sanierung erhalten Sie zum Beispiel von der Ostdeutschen Asbestgütegemeinschaft (OSTAG), den Gewerbeaufsichtsämtern und selbstverständlich auch von der Geschäftsleitung der Asbestsanierung Pulsnitz.